English

This single-family residence for a young family with small children is set on a wooded site in suburban Potsdam. The building appears as an abstract, monolithic concrete cube, while its interior is organized as a continuous spatial landscape connecting all three residential floors through double-height voids and opening toward the surrounding woodland.

The design takes advantage of the site’s gentle slope while interpreting the planning regulations in an unconventional way. Although the site is designated for a one-and-a-half- to two-story building, the project develops three residential levels, culminating in a lush roof garden. While the lower levels establish a direct relationship with the wooded site and the communal woodland beyond, the secluded roof garden creates an intimate and idyllic outdoor space, enclosed by dense vegetation. The spatial sequence follows a gradual progression of increasing privacy: from the more open lower levels, through the private areas of the house, to the protected garden at its top.

Materially, the house is conceived in rough board-marked concrete, whose tactile exterior contrasts with the reduced, abstract white surfaces of the interior. An alternative version of the project explored a façade of charred timber, maintaining the same monolithic character while establishing a different relationship to the wooded surroundings.

The project is currently on hold.

Deutsch

Das Einfamilienhaus für eine junge Familie mit kleinen Kindern entsteht auf einem dicht bewaldeten Grundstück in einem Vorort von Berlin. Als abstrakter, monolithischer Betonkörper setzt sich das Gebäude bewusst von seinem landschaftlich geprägten Umfeld ab. Im Inneren wird diese formale Geschlossenheit durch eine offene, vertikal organisierte Raumstruktur kontrastiert: Zweigeschossige Lufträume verbinden die drei Wohnebenen zu einem räumlichen Kontinuum und stellen über gezielte Öffnungen immer wieder Bezüge zum umgebenden Baumbestand her.

Ausgangspunkt des Entwurfs sind sowohl die leichte Hanglage des Grundstücks als auch eine bewusste Neuinterpretation der planungsrechtlichen Rahmenbedingungen. Anstelle der vorgesehenen eineinhalb- bis zweigeschossigen Bebauung entwickelt sich das Haus über drei Ebenen, deren oberer Abschluss als intensiv begrünter Dachgarten ausgebildet wird. Die Topografie ermöglicht dabei eine differenzierte Einbindung des Baukörpers in das Gelände und vermittelt zwischen der abstrakten Geometrie des Hauses und seiner Einfügung in den landschaftlichen Kontext.

Die Organisation des Hauses folgt einer graduellen Abstufung von Öffentlichkeit und Privatheit. Während die unteren Ebenen in unmittelbarer Beziehung zum Grundstück und zum angrenzenden gemeinschaftlichen Waldraum stehen, nimmt die Privatheit mit der vertikalen Bewegung durch das Gebäude kontinuierlich zu. Ihren Abschluss findet diese Sequenz im Dachgarten: Als vollständig von dichter Vegetation gefasster Außenraum bildet er einen geschützten, nahezu introvertierten Garten oberhalb der Baumlandschaft.

Die Materialisierung unterstützt den Gegensatz zwischen äußerer Geschlossenheit und innerer Offenheit. Der Baukörper ist in rauem, brettgeschaltem Sichtbeton konzipiert, dessen ausgeprägte Textur mit den präzisen, reduzierten und weitgehend weißen Oberflächen des Innenraums kontrastiert. Alternativ wurde eine Ausführung der äußeren Hülle in verkohltem Holz untersucht, die die abstrakte Erscheinung des Volumens bewahrt, zugleich jedoch eine stärkere materielle Beziehung zum bewaldeten Kontext herstellt.

Team
Ludwig Kobusch, Moritz Böcher, Marco van Bentum, Pavlo Babiienko, Roger Bundschuh